Probleme nehmen zu, nicht ab! – SPD-Fraktion setzt sich für mehr Schulpsychologen ein

Wachsendes soziales Gefälle, Folgen des Leistungsdrucks, zerrüttete Familien, steigende Kriminalität und Gewalt, hilflose Eltern und Lehrer: Dies und vieles mehr beschreibt das Aufgabenfeld von Schulpsychologen, deren Zahl allerdings landesweit sinkt statt steigt, nachdem seit 2000 die Zahl der Schulpsychologen von 89 auf 47 gesunken ist. Niedersachsen steht damit im Vergleich der Bundesländer auf dem vorletzten Platz. Im Schnitt ist hier ein Schulpsychologe für 25.000 Schüler zuständig.

„Es passt überhaupt nicht in eine Zeit, in der soziale Probleme im Schulbereich eher zu- als abnehmen, dass ausgerechnet bei der Versorgung der Schulen mit Schulpsychologen gespart wird. Die Politik der Landesregierung muss deshalb insbesondere in diesem Bereich schnellstens geändert werden“, fordern für die SPD-Fraktion deren schulpolitische Sprecherin Marion Fiolka-Doerpmund sowie die Ratsfrau Alice Graschtat.
Der Stadtrat soll die Landesregierung deshalb in seiner nächsten Sitzung am 16. September per Resolution dazu auffordern, die Unterversorgung in der Schulpsychologie im Raum Osnabrück durch die Wiederbesetzung der freien Stellen umgehend zu beenden.
Alice Graschtat: „Angesichts der wachsenden Probleme von Schülern und Eltern ist es nicht hinnehmbar, dass seit Schuljahresbeginn für die Stadt und den Landkreis Osnabrück nur noch ein einziger Schulpsychologe tätig ist.“ Der Stellenabbau von 4 ½ auf  1 Stelle innerhalb von nur 10 Jahren in der Region Osnabrück ginge außerdem zu Lasten der Kommunen, deren Sozialpsychatrische Dienste mit solchen Aufgaben zusätzlich belastet würden, worunter wiederum andere Aufgabenfelder litten. „Ein unhaltbarer Zustand, der schnellstens geändert werden muss“, fordert Frau Fiolka-Dörpmund.

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