Schulpolitische Geisterfahrt – Neue Gesamtschule: SPD-Fraktion ist empört über das Nein der Landesregierung

Die SPD-Fraktion ist empört über die ablehnende Haltung der CDU-FDP-Landesregierung, die sich gegen die Errichtung einer neuen Integrierten Gesamtschule am Standort Eversburg ausgesprochen hat.

„Die Position der Regierung Wulff ähnelt dem Bild einer schulpolitischen Geisterfahrt. Sie fährt auf der Gegenspur des erklärten Elternwillens, einer Verdrängung pädagogischer Notwendigkeiten und eines starren Festhaltens an ideologischen Feindbildern. Dafür haben wir kein Verständnis“, brachten es die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christel Wachtel und das Mitglied im Schul- und Sportausschuss, Paul Meimberg, auf den Punkt. „Hätte die Landesregierung einen sachlichen Abwägungsprozess vorgenommen und auf den Rat zahlloser fachkundiger Experten gehört, hätte am Ende allein die Bewilligung der IGS Eversburg stehen müssen. Die Ablehnung ist eine rein politisch motivierte Entscheidung der Landesregierung.“ Christel Wachtel erinnerte nicht nur an die durchgeführten Elternbefragungen, sondern an die „seit Jahren erschreckend hohe Zahl“ abgelehnter Bewerbungen für die Gesamtschule Schinkel, die Eltern von zuletzt über 150 Kindern enttäuschen mussten. „Wie verbohrt muss eine Landesregierung eigentlich noch sein und wie vieler neuer PISA-Studien bedarf es eigentlich noch, um daraus Konsequenzen zugunsten einer zeitgemäßen Schulstruktur zu ziehen?“ fragte Paul Meimberg.

Die SPD-Fraktion sieht sich unbeirrt bei allen Eltern und Schülern im Wort, denen sie die schnellstmögliche Einrichtung einer IGS zugesagt hat. Auch bleibe man bei der Position, dass keinerlei konfessionelle Schule eine neue staatliche IGS ersetzen dürfe. „Dahinter wird es kein Zurück geben“, sagten die SPD-Sprecher übereinstimmend. Was aktuell zu tun sei, hänge vom Wortlaut des Ablehnungsbescheids der Landesregierung ab. „Gerade infolge unbestreitbarer Irritationen im Rahmen der bisherigen Debatten müssen wir jetzt umso sorgsamer vorgehen. Ergebnisse von vielen zu führenden Gesprächen bleiben abzuwarten. Am Ende gilt es, dem erklärten Elternwillen zu entsprechen, kommenden Schülerjahrgängen neue Chancen zu eröffnen und die gewünschte IGS zu errichten“, schlossen Wachtel und Meimberg.

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