Barrierefreiheit nur in Sonntagsreden?

„Zentrale Stadtfeste“, so die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Christel Wachtel, „müssen barrierefrei für alle Menschen zugänglich sein.“ Diesen Vorsatz habe zuletzt der Sozial- und Gesundheitsausschuss im September 2008 einstimmig untermauert.
„Als im Vormonat die Veranstaltung ‚Osnabrück is(s)t gut’ stattfand, schienen alle hehren Vorgaben wohl vergessen: Fast alle Imbiss-Stände waren auf hohen Podesten aufgebaut und damit für Menschen mit körperlichen Einschränkungen nicht begehbar“, berichtete die SPD-Sprecherin. Die SPD-Fraktion stellt daher verwundert fest, dass der seinerzeit beschlossene Auftrag an die Verwaltung zwecks einer Entwicklung von Lösungsvorschlägen, wonach öffentliche Veranstaltungen, z.B. auf dem Marktplatz, künftig behindertengerecht gestaltet werden sollten, offenbar nicht umgesetzt wurde.
Christel Wachtel, zugleich sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, zeigte sich verärgert: „Es reicht einfach nicht, dass Barrierefreiheit nur Eingang in Sonntagsreden findet. Sie muss endlich Einzug in die Alltagswirklichkeit halten!“. Die SPD-Fraktion wird daher in der nächsten Stadtratssitzung am 20. Oktober die Verwaltung zu diesem Thema kritisch befragen: War die genannte Veranstaltung mit entsprechenden Auflagen verbunden und – falls ja – warum sind diese nicht eingehalten worden?
In welcher Art und Weise ist der Veranstalter auf seine Pflichten hingewiesen worden? Und: Wie will die Verwaltung zukünftig sicherstellen, dass bei der Genehmigung derartiger Veranstaltungen eine behindertengerechte Ausrichtung gewährleistet ist?

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