Kinder und Jugendliche sollen mitwirken – SPD und Grüne fordern neue Möglichkeiten der Interessenvertretung

„Kinder und Jugendliche sollen an gesellschaftlichen Entscheidungen mitwirken können. Ihnen müssen Möglichkeiten geschaffen werden, ihr Umfeld und ihre Lebensbedingungen mitgestalten zu können. Beteiligung lässt Kinder und Jugendliche Mitbestimmung und Mitverantwortung lernen. Kinder und Jugendliche, die sich selbst als aktiv gestaltend erfahren, werden sich auch als Erwachsene eher an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligen. Mädchen und Jungen, die vielfältige Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten in ihrer unmittelbaren und weiteren Umwelt haben und die Demokratie positiv erfahren, haben das notwendige Verständnis für das Gemeinwesen“, erklärte der jugendpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Uli Sommer, sowie die kinderpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Anke Jacobsen.
Die Fraktionen von SPD und Grünen werden daher in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses die Verwaltung beauftragen, ein Konzept zur Beteiligung von Jugendlichen an kommunalen Strukturen und Entscheidungen zu entwickeln. „Die Erfahrungen anderer Städte haben gezeigt, dass der Politikverdrossenheit Jugendlicher erfolgreich entgegengewirkt werden kann“, führte Sommer aus. Es müssten endlich auch jungen Menschen in Osnabrück diese positiven Möglichkeiten gegeben werden, damit sie sich aktiv an der Gestaltung ihrer Lebensräume beteiligen können. Der Antrag von SPD und Grünen sieht vor, dass zunächst die Modelle anderer Städte mit vergleichbaren Gremien ausgewertet werden und die Ergebnisse in die Konzeptentwicklung einbezogen werden.
In einem weiteren Antrag wird die Verwaltung beauftragt, ein Konzept für die Arbeit und Organisation eines Gremiums zur Kinderinteressenvertretung zu erstellen. „Eine weiter verbesserte Organisation der Interessen von Kindern ist neben dem bestehenden Kinder- und Jugendbüro unerlässlich“, stellte Anke Jacobsen heraus. Gerade für wichtige stadtpolitische Entscheidungen, z.B. in der Schul- und Familienpolitik oder in der Bebauungsplanung – aktuell sei hier das Spielplatzkonzept zu nennen – stelle eine bessere Kinderinteressenvertretung einen wichtigen Ratgeber dar. Positive Erfahrungen seien dazu bereits mit der – von der früheren CDU/FDP-Ratsmehrheit ersatzlos abgeschafften – Kinderkommission gemacht worden.

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