„Risiken bleiben“ – SPD-Fraktion zum abgelehnten Ausstellungsprojekt „Kunstwerk Leben“

Zum vorläufigen Scheitern des Ausstellungsprojekts „Kunstwerk Leben“ der Grönemeyer-Stiftung im Osnabrücker Stadtrat nimmt der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Hus wie folgt Stellung: „Die Wiedereröffnung des Felix-Nussbaum-Hauses im April 2011 wird für die kulturelle Stadtentwicklung eine einzigartige Chance sein, die Einrichtung einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Wenn es überzeugend gelungen wäre, das Ausstellungsprojekt der Stiftung für Weltmedizin von Professor Grönemeyer unter dem Titel ‚Kunstwerk Leben‘ in die Botschaften des Hauses zu integrieren und all dies auch finanziell auf stabile Fundamente zu stellen, hätte die SPD-Fraktion eine gute Grundlage gesehen, das Projekt voranzutreiben. In Anbetracht der desaströsen Situation des Osnabrücker Haushalts und der ablehnenden Haltung eines erheblichen Teils des Stadtrats verbietet es sich jedoch, derartige Entscheidungen mit knapper Mehrheit durchzusetzen. Dies gilt auch deshalb, weil gewisse finanzielle Risiken unbestritten bleiben: Der Eigenanteil der Stadt von 67 200 Euro droht sich massiv zu erhöhen, wenn die vorgesehenen Besucher- und Drittmitteleinnahmen – allein diese summieren sich auf fast 600.000 Euro – nicht erreicht werden. Derartige Ausgaben wären auch im Hinblick auf andere soziale und kulturelle Projekte, denen dann noch mehr Kürzungen drohen, für die SPD-Fraktion nicht verantwortbar.

Die konzeptionelle Idee, die beabsichtigte Kunstausstellung mit Werken von Goya, Kirchner, Nolde, Magritte – nicht zuletzt mit Dürer-Komponenten – zu präsentieren und einen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart zu spannen, hätte gleichwohl ein wertvoller Ansatz für solche Präsentationen sein können, welche die Dauerausstellung ergänzen, um neue Besucher von nah und fern anzuziehen.“

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