Nur auf freiwilliger Basis – SPD-Fraktion erläutert Vorschlag für neuen Kulturfonds

„Aus Reaktionen auf die Berichterstattung über die Stadtratssitzung am Dienstag ergibt sich der Eindruck, die SPD-Fraktion wolle ein Zwangsgeld von je 20 Cent von VfL-Fans und Zoobesuchern erheben, um damit Löcher im Kulturetat zu stopfen. So etwas haben wir nicht gefordert“, erklären der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Henning und Lotte Schwanhold, Mitglied des Kulturausschusses. Hintergrund der Stellungnahme ist ein derzeit diskutierter SPD-Vorschlag, wie ein breit getragener Fonds zur Förderung der Osnabrücker Kultur ausgestattet sein könnte.
„Das Allerletzte, was wir mit unserem Vorschlag bewirken wollten, wären Irritationen beim VfL. Denn die schönste Kulturveranstaltung am nächsten Wochenende wäre die VfL-Aufstiegsfeier – ohne Eintrittsgeld, dafür mit lila-weißer Begeisterung aus der ganzen Region“, ergänzt der Vorsitzende.
Das Prinzip des künftigen Fonds müsse Freiwilligkeit sein. „Im Klartext: Geringfügig erhöhte Einritte oder auch einmalige Benefizveranstaltungen gibt es nur bei solchen Veranstaltern, die sich bei der Ausgestaltung des Fonds aus freien Stücken beteiligen. Niemand“, so Henning, „muss Angst haben, zu einer Beteiligung gezwungen zu werden.“
„Wer viel geben kann, gibt viel. Wer wenig hat, beteiligt sich mit kleinen Beiträgen. Wenn auf diesem Wege Vereinbarungen zustande gekommen sind, wären die Politik und die Kulturverwaltung nicht mehr gefragt. Dann entscheidet ein Beirat aus sachverständigen Mitgliedern über die Verteilung der Gelder“, ergänzt Lotte Schwanhold.
„Wichtig ist, dass sich die Verwaltung aufgrund der SPD-Ratsinitiative nun zügig mit allen kulturpolitischen Akteuren an einen Tisch setzt, um die Modalitäten des Fonds im Einzelnen zu besprechen und die Rahmenbedingungen auszuloten, unter denen der angedachte Kulturfond realisiert werden kann“, schließt Frank Henning.

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