IGS muss Ganztagsschule sein – SPD-Fraktion fordert schnelle Genehmigung

„Wenn die Landesregierung sich schon lobt, zum neuen Schuljahr 271 neue Ganztagsschulen an den Start gehen zu lassen, wäre eine schnelle Genehmigung eines solchen Angebots auch für die neue IGS Eversburg nur konsequent“, erklären der Fraktionsvorsitzende Frank Henning und der schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Paul Meimberg.

Einräumen müsse man bei allen Erfolgsmeldungen aber, dass vor allem gebundene Ganztagsschulen mit ausreichend Lehrerstunden die Gewähr böten, den Erwartungen von Kindern und Eltern zu entsprechen. „Nachmittagsangebote, die hauptsächlich die Kommunen bezahlen, können diesen Anspruch nicht ganz erfüllen. Gleichwohl: Wenn trotzdem bereits jetzt jede dritte niedersächsische Schule mit Nachmittagsprogrammen versehen wird, muss dies erst recht für eine Integrierte Gesamtschule gelten. Auch die IGS Eversburg kann ihre pädagogischen Potenziale am besten als Ganztagsschule mit gutem pädagogischem Nachmittagsangebot verwirklichen, denn gerade hier ist das vertiefende gemeinsame Lernen möglich“, ist sich Paul Meimberg sicher.

Nach SPD-Auffassung könnten es allein parteiideologische Gründe sein, um der neuen IGS den Ganztagsbetrieb mit ausreichenden Lehrerstunden zu verweigern. Henning: „Integrative Pädagogik, die Kinder aus unterschiedlichen sozialen Milieus in gemeinsamen Lerngruppen zusammen führt, statt sie schon früh aufzuteilen, sind Konservativen ein Dorn im Auge. Dennoch appellieren wir an die Vernunft der Gesetzgeber, den breiten Elternwillen nicht zu enttäuschen, der eine Integrierte Gesamtschule immer mit einem hochwertigen Ganztagsangebot verbindet und dabei neben Unterricht auch sozialpädagogische Betreuung erwartet.“

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