Barrierefreier Zugang zum Haus der Jugend (SPD-Fraktion)

Das Haus der Jugend gehört zu den sehr häufig aufgesuchten Einrichtungen für junge Menschen
und bietet auch älteren Osnabrückerinnen und Osnabrückern zahlreiche Möglichkeiten
für vielfältige Zusammenkünfte.
In jüngster Zeit wurden – auch mit Mitteln des Konjunkturprogramms II – wichtige Sanierungsund
Erneuerungsarbeiten durchgeführt. Offenkundig bestehen aber unverändert erhebliche bauliche
Defizite, um alle Angebote des Hauses barrierefrei zu erreichen.
Wir fragen die Verwaltung:

1. Welche Möglichkeiten gäbe es, um zumindest den Haupteingang – beispielsweise über
Rampen – barrierefrei zu erreichen?

2. Welche Kosten würden weitere Investitionen (z. B. Lifte) verursachen und wie sähen dazu
die Refinanzierungsmöglichkeiten aus?

3. Welche Maßnahmen standen in jüngster Zeit und welche stehen aktuell an?

Die Verwaltung beantwortet die Anfrage wie folgt zu Protokoll:

Zu 1:
Es gibt bereits einen barrierefreien Rampenzugang zum Erdgeschoss des Hauses, der allerdings
über den Innenhof zu dem rückwärtigen Teil des Gebäudes führt.
Eine barrierefreie Erschließung über Rampen ist bei der vorhandenen Höhendifferenz am
Haupteingang aus Platzgründen nicht realisierbar. Am Haupteingang könnte die behindertengerechte
Erschließung nur mit einem Plattformlift realisiert werden. Die Kosten würden grob geschätzt
15.000,00 € betragen.

Zu 2:
Im Innenbereich kann die behindertengerechte Erschließung vom EG zum OG durch einen Plattformlift
verbessert werden. Für die behindertengerechte Erschließung der Gymnastikhalle und der
Umkleideräume sind zwei zusätzliche Treppenlifte erforderlich.
Alternativ – aber deutlich aufwendiger wäre – eine konventionelle Aufzugsanlage vom KG bis zum
1.OG, die auch für Transporte genutzt werden kann, möglich.
Die Höhe der Kosten variiert im Einzelfall in Abhängigkeit der gewählten Variante und wird sich
sehr grob geschätzt zwischen 35.000,00 € und 85.000,00 € bewegen. Neben den Investitionskosten
sind auch die laufenden Wartungskosten/ Kosten für ein Notrufsystem (geschätzt bis zu
2.000,00 € p.a.) zu berücksichtigen. Etwaige Zuweisungen oder Zuschüsse Dritter zur Refinanzierung
stehen zurzeit nicht zur Verfügung. Die im Rahmen des Konjunkturprogramms II zur
Verfügung stehenden Mittel sind durch laufende Maßnahmen gebunden.

Zu 3:
Im Rahmen des Konjunkturprogramms II sind in einer ersten Stufe insbesondere die Sanitärbereiche
sowie der Küchenbereich grundsaniert worden.
Daneben wurden im Bereich der Heizung Optimierungen vorgenommen. Das Gesamtvolumen
der Sanierungsmaßnahmen beläuft sich auf rund 300.000,00 €.
Der Wunsch des Fachbereiches für Kinder, Jugendliche und Familien, durch den Einbau eines
Liftes innerhalb des Hauses einen barrierefreien Zugang zu schaffen, konnte im Rahmen des
Konjunkturprogramms II nicht realisiert werden.
Aktuell stehen keine weiteren Baumaßnahmen an.
Weitere Schritte sind abhängig von den zur Verfügung stehenden Mitteln und deren Verwendung.
Letzteres erfolgt in enger Abstimmung mit dem Fachbereich für Kinder, Jugendliche und Familien.
Unter den gegebenen Voraussetzungen erscheint eine zeitnahe Realisierung nicht möglich.

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