Haller Willem/Tecklenburger Nordbahn (SPD-Fraktion/Bündnis 90/Die Grünen/CDU-Fraktion/Ratsmitglied Herr Mierke)

Der Rat spricht sich gegenüber dem Land dafür aus, auf der Bahnstrecke „Haller Willem“
den zwischen Bielefeld und Halle zu den Hauptverkehrszeiten bestehenden 30-Minuten-Takt
bis Osnabrück zu verlängern.
Er begrüßt in diesem Zusammenhang die Absicht der nordrhein-westfälischen Aufgabenträger,
die Wiederinbetriebnahme der „Tecklenburger Nordbahn“ zwischen Osnabrück und Recke
erneut zu prüfen.
Die Verwaltung und die PlaNOS werden beauftragt, die Zusammenführung dieser Konzepte
im Rahmen der von ihr vorgeschlagenen „OS-Bahn“ weiterzuverfolgen.

Beratungsverlauf:

Herr Peters begründet den Antrag namens der SPD-Fraktion. Er verweist darauf, dass im Jahr
2000 die Einführung des 30-Minutentaktes auf dem Streckenabschnitt Bielefeld und Dissen mit
großer Skepsis betrachtet wurde, was auch für die Ausweitung in Richtung Osnabrück galt.
Zwischenzeitlich habe sich herausgestellt, dass der Betrieb der Strecke finanziell sehr günstig
sei. Er verweist auf diee zu verzeichnenden zusätzlichen Fahrgastzahlen von 2.500 Personen
zusätzlich über den weiterhin verkehrenden Busbetrieb hinaus. Der Haller Willem leiste somit
einen wesentlichen Beitrag zur besseren Erreichbarkeit des Oberzentrums Osnabrück. Es werde
daher an das Land Niedersachen appelliert, den zwischen Bielefeld und Halle zu den Hauptverkehrszeiten
bestehenden 30-Minutentakt auf der Bahnstrecke des Haller Willem bis Osnabrück
zu verlängern – dies geschehe insbesondere vor dem Hintergrund, dass in Nordrheinwestfalen
derzeit die Wiederinbetriebnahme der Tecklenburger Nordbahn zwischen Osnabrück
und Recke in einem 30-Minutentakt in Erwägung gezogen werde. Beide Maßnahmen fügen sich
optimal in das Verkehrskonzept der Stadt Osnabrück ein. In Anbetracht der Tatsache, dass es
bei Verwendung des Begriffes „OS-Bahn“ zu Missverständnissen kommen könnte schlägt er
vor, den letzten Satz des Antragstextes wie folgt zu ändern:

„Die Verwaltung und die Planer werden beauftragt, die Zusammenführung dieser Konzepte im
Rahmen der von ihr vorgeschlagenen „OS-Bahn“ des neuaufzustellenden Nahverkehrsplanes
weiter zu verfolgen.“

Er begrüßt, dass die FDP-Fraktion den Antrag mitrage; aufgrund eines redaktionellen Fehlers
sei die FDP-Fraktion nicht mit als Antragssteller genannt gewesen.

Herr Meier begrüßt namens der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die beiden vorgeschlagenen
Maßnahmen, die zu konkreten regionalen Verbesserungen im Bahnverkehr führen. Er begrüßt
die Diskussion um die Wiederinbetriebnahme der „Tecklenburger Nordbahn“, die aus Osnabrücker
Sicht die ideale Ergänzung der Bahnstrecke Haller Willem darstelle. Er fordert die weitere
Verbesserung des Schienenverkehrs für Osnabrück. Bedauerlichweise werde aus finanziellen
Gründen der Aufbau eines schienengebundenen Verkehrsmittels innerstädtisch auf absehbare
Zeit nicht möglich sein; umso wichtiger sei es, die vorhandenen Strukturen für die Region zu
nutzen. Die Forderung nach weiteren Haltepunkten sei weiterhin zu diskutieren.

Herr Dr. Thiele weist darauf hin, dass auch die früheren Bestrebungen zur Reaktivierung der
Bahnstrecke Haller Willem stets unterstützt worden sein. Er verweist ebenfalls auf die erfolgreiche
Entwicklung und unterstützt namens der FDP-Fraktion den vorliegenden Beschlussvorschlag.

Herr Tegeler merkt an, dass im Rat der Stadt Rheine ebenfalls ein großes Interesse an der
Wiederinbetriebnahme und der Verlängerung der Strecke der Tecklenburger Nordbahn bestehe
und bittet, diesen Aspekt in die weitere Überprüfung einzubeziehen.

Frau Meyer zu Strohen stellt namens der CDU-Fraktion fest, dass die Inhalte des Antrages die
Attraktivität der bisher bestehenden Angebote steigern und insofern unterstützenswert seien.
Insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung von Autoverkehr und hiervon ausgehenden umweltschädlichen
Emissionen spreche sich die CDU-Fraktion nachdrücklich für die Annahme des
Beschlussvorschlages aus. Sie sagt zu, sich beim Vorstand der Landesverkehrsgesellschaft im
Sinne des Antrages einzusetzen.

Abweichender Beschluss:

Die Verwaltung und die Planer werden beauftragt, die Zusammenführung dieser Konzepte im
Rahmen der von ihr vorgeschlagenen „OS-Bahn“ des neuaufzustellenden Nahverkehrsplanes
weiter zu verfolgen.

Beratungsergebnis:

Die Abstimmung erfolgt offen.

Der abweichende Beschluss wird einstimmig angenommen.

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