„Arbeitsfreier Sonntag muss Schutzgut bleiben“ – Ortstermin: SPD-Fraktion sprach mit Vertretern der Katholischen Kirche

Vor Ort im Priesterseminar informierte sich die SPD-Fraktion über Sichtweisen und Wünsche eines wichtigen kommunalen Gesprächspartners. Gastgeber war die hiesige Katholische Kirche, in dessen Namen Generalvikar Theo Paul seine Gäste aus dem Rathaus herzlich begrüßte.

Weitere Gesprächspartner der Sozialdemokraten waren Dr. Winfried Verburg von der bischöflichen Schulverwaltung, der Osnabrücker Caritasdirektor Franz Loth sowie Franz-Josef Strunk und Andreas Luttmer-Bensmann von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB). In puncto Schulpolitik lag es beiden Seiten am Herzen, vor Ort ein solches Angebot vorzuhalten, bei dem, so Paul, „nicht die soziale Herkunft über den weiteren Bildungs­erfolg entscheiden darf.“

Erfreut zeigten sich die SPD-Ratsmitglieder von der Zusicherung Franz Loths, dass bei der Caritas viel Wert auf tarifgerechte Entlohnung gelegt und Niedriglöhnen eine Absage erteilt werde. Mit Sorge beobachten beide Seiten eine Entwicklung, in der – so Loth – „es nicht sein darf, dass der gemeinwohlorientierte Bereich ohne ausreichenden Schutz dem freien Spiel der Kräfte überlassen bleibt.“

Hohe Übereinstimmung herrschte letztendlich insbesondere mit den beiden KAB-Vertretern, jeder Ausweitung von Sonntagsarbeit mit höchster Skepsis zu begegnen. „Das Ladenöffnungsgesetz von 2007“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Henning, „lässt da leider viel zu viel Spielraum.“ Die Ratsvertreter sagten deshalb zu, hier die verbliebenen kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten bestmöglich auszuschöpfen. Die aktuellen Einschränkungen bei Gartencenter-Öffnungen am Sonntag seien das Mindeste, was getan werden sollte. „Auch im Interesse intakter privater Strukturen muss der arbeitsfreie Sonntag ein wichtiges Schutzgut bleiben“, betonten Henning wie die KAB-Vertreter Strunk und Luttmer-Bensmann übereinstimmend.

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