Gemeinsamkeiten in Politik umsetzen – SPD-Fraktion im Haus der evangelischen Kirche

„Zwischen Sozialdemokratie und Kirchen gibt es unverändert viele Gemeinsamkeiten, die wir – wo immer möglich – in praktische Politik umsetzen sollten“, betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Henning nach einem Ortstermin im Haus der Kirche. Vertreter der SPD-Fraktion trafen sich vor Ort mit Superintendent Friedemann Pannen, Diakonie-Geschäftsführer Hinrich Haake und weiteren Mitgliedern des Evangelischen Kirchenkreises Osnabrück, um Probleme und Sorgen anzusprechen und gemeinsame Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Im Dialog ging es der SPD-Fraktion und der evangelischen Kirche darum, gemeinsam eine Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit zu finden. In der Trägerfrage im Bereich der Schulpolitik steht die SPD-Fraktion unverändert für die Stärkung des öffentlichen Schulwesens. Beide Seiten betonten das Primat des gemeinsamen, integrativen Lernens. Die Zusammenführung von unterschiedlichen Glaubensrichtungen in einer Schule wird von beiden Seiten positiv betrachtet, müsse nach SPD-Meinung aber in staatlichen Bildungsstätten geschehen. Die soziale Herkunft dürfe dabei keinen Einfluss auf die schulische Laufbahn nehmen.

Ein weiteres gemeinsames Anliegen war die Diskussion über die Finanzierung von Altenhilfeeinrichtungen. Tenor der Besprechung war, dass für diese Einrichtungen mehr Entgelte bereit gestellt werden müssen. Weiter wurde auch über die Sorgen der Bürger Osnabrücks diskutiert. Bei Problemen – wie z.B. Arbeit oder Schuldnerberatung Sucht oder Gewalt – soll weiterhin gezielt präventiv gearbeitet werden. Schwierigkeiten müssen früh erkannt, angesprochen und möglichst behoben werden, da, so Frank Henning, „spätere Reparaturen wesentlich teurer sind.“

Ein weiteres Problem, welches in naher Zukunft auf die Stadt zukommen wird, ist die Finanzierung einiger Projekte. Beispiele sind das Mehrgenerationshaus, die Seniorenberatung oder die Bildungsberatung. Diese Institutionen wurden bisher mit externen Geldern finanziert. Da diese Finanzierung nun ausläuft, muss nach Ansicht beider Gesprächspartner bald ein Umdenken erfolgen und ein Finanzierungsplan ausgearbeitet werden. Die Vertreter der SPD und der Evangelischen Kirche in Osnabrück verständigten sich darauf, Geld für eine dauerhafte Finanzierung einzufordern.

Auch in der Zukunft wird die SPD-Fraktion den offenen Dialog mit der evangelischen Kirche suchen, um so Probleme zu erkennen, anzusprechen und gemeinsam Ansätze zur Bewältigung zu finden.

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