Verkehrssicherheit ist ein lohnender Luxus – SPD-Fraktion steht zur Sanierung der Bremer Straße

„Thema verfehlt!“, attestierten der Vorsitzende Frank Henning und der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Heiko Panzer, jüngste Einlassungen der Christdemokraten zur Bremer Straße. Im Gegensatz zur Union bekenne sich ihre Fraktion zur Sanierung, denn „mehr Verkehrssicherheit ist ein lohnender Luxus.“

Aus der Schinkeler Bürgerschaft, allen voran aus dem Bürgerverein Schinkel von 1912, seien beim jüngsten Bürgerforum allein positive Stimmen gekommen, berichtete Frank Henning. Die ablehnende Haltung der CDU stoße deshalb bei nahezu allen, die sich intensiver mit dem Sachstand befasst hätten, auf pures Unverständnis. „Gemeinsam haben wir verabredet, in Zukunft mehr für Fahrradfahrer und Fußgänger in dieser Stadt zu investieren. Diese Vereinbarung gilt aber für die CDU wohl nur so lange, bis der individuelle PKW dafür ein wenig Platz abgeben soll“, kritisierte der Vorsitzende. Dabei bringt für Heiko Panzer gerade die Neuordnung der Verkehre auf Einfallstraßen eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten, Verkehrsströme sogar flüssiger zu machen. Das Einrichten von Abbiegemöglichkeiten auf einer dritten Fahrbahnspur schaffe Ordnung, mache den Straßenraum übersichtlicher und somit sicherer. Und auf den verbleibenden beiden Geradeausspuren laufe der Verkehr ohne jegliche Behinderung weiter. Zu breit bemessene Straßen sorgten dagegen für unnötige Spurwechsel und zu hohe Geschwindigkeiten. Am Ende würden die Verkehrswege für Fußgänger gar nicht mehr überquerbar und für Radfahrer zur akuten Unfallgefahr. „Wenn wir möchten, das mehr Bürgerinnen und Bürger auf das Fahrrad zurückgreifen, um etwas für die eigene Gesundheit zu tun und außerdem zum Klimaschutz beizutragen, dann müssen wir den schwächeren Verkehrsteilnehmern auch etwas bieten, nämlich mehr Sicherheit“, ist sich Panzer sicher.

Bäume trügen gerade auf vielbefahrenen Straße in dreierlei Hinsicht zu Verbesserungen bei: Klima und Feinstaub, aber auch Lärmreduzierung seien da wichtige Stichworte. „Wie wollen doch, dass der Mensch in der Stadt eine wichtige Rolle spielt und wir dort lebenswerte Wohnräume bieten können. Da kann doch wohl nicht von ‚maßlos‘ und ‚unnötig‘ die Rede sein“, erläuterte Panzer die SPD-Position. „Ein wenig glaubwürdiger wäre die CDU-Meldung, wenn sie beim finanzpolitischen Sprecher entstanden wäre. Aber als Stadtentwickler bekäme man dafür als Aufsatz einen Sechser mit dem Etikett ‚Thema verfehlt‘“, bringen es die beiden SPD-Sprecher – bewusst süffisant – auf den Punkt.

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