VFL

Starker VfL – starkes Osnabrück – SPD-Fraktion steht zur vereinbarten Kooperation

„Starker VfL – starkes Osnabrück. Der VfL hat einen festen Platz im Herzen von Zehntausenden in der ganzen Region und ist damit ein starker Imageträger. Wir stehen auch deshalb ohne Wenn und Aber zu den Hilfen, die unser Oberbürgermeister dem Verein mit anderen aus der Region in Aussicht gestellt hat“, erklärte der Vorsitzende der SPD-Fraktion und Landtagskandidat, Frank Henning.

Zu diesem Plan gehörten Hilfen zur Sicherung der Liquiditätsreserve sowie die Umsetzung eines Modells, bei dem der Verein bestimmte Immobilien wie Nordtribüne, Geschäftsstelle und Logen im von der Stadt im Erbbaurecht übernommenen Stadion verkaufen und dann zurückpachten würde. Wörtlich: „Ich habe den Eindruck, dass Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre derzeit zu Recht in sehr offener Form aufgearbeitet werden und alle Chancen da sind, wieder einen engen Zusammenschluss zwischen Fans und VfL herbeizuführen.“ Selbstverständlich stünden verantwortliche Kommunalpolitiker in der Pflicht, so sorgsam wie irgend möglich mit Steuergeldern umzugehen. „Deshalb kommt für uns auch keinesfalls – wie in zahlreichen anderen Städten – eine direkte Zuwendung in Frage, die allein das städtische Haushaltsloch vergrößert. Auch darf eine Unterstützung des VfL natürlich keinesfalls zu einer Umschichtung zu Lasten anderer Sportvereine oder des Schul-, Sozial-, Kultur- oder Jugendhilfebereichs führen“, stellte Henning klar.

Angesichts einer Liquiditätsreserve in Höhe von 1,5 Millionen Euro, die der Verein bis zum 31. Mai aufbringen muss, sowie eines Saisondefizits von rund 700 000 Euro sei die Finanzlage des Clubs allerdings derzeit extrem angespannt. Zudem drohten im Falle eines Scheiterns der Pläne Risiken, deren Folgen niemand verantworten könne. „Es geht keinesfalls nicht nur darum, dass die Stadt für millionenschwere Bürgschaften einstehen müsste. Jeder Kritiker muss ehrlich die Frage beantworten, was Osnabrück mit einem bundesweit renommierten, aber leeren Stadion will, in dem allenfalls Amateurteams vor leeren Rängen kicken“ brachte es Henning auf den Punkt.

Die schwierige Lage verbiete derzeit lange Schuldzuweisungen, sondern erfordere gut durchdachte, vor allem zeitnahe Lösungen. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit städtischen Finanzfachleuten garantiere außerdem Maßnahmen auf solider Grundlage und schaffe neues Vertrauen. Der zwischen Präsident Gert Lehker, einem anerkannten Steuer- und Finanzexperten, führenden Sparkassen- und Landkreis-Vertretern sowie Oberbürgermeister Boris Pistorius entwickelte Zwei-Stufen-Plan, über den der Stadtrat am 22. Mai abstimmt, weise exakt in die richtige Richtung. „Für diesen Weg muss die Stadt ihre Hand reichen, denn der 113 Jahre alte Traditionsverein ist aus Osnabrück schlichtweg nicht wegzudenken“, schloss der SPD-Sprecher.

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