Zebrastreifen sollen sichtbarer werden – Rot-Grün beantragt Versuch mit modernen Reflektoren

All dies ist täglich zu beobachten: Fußgänger, vor allem die kleinsten Verkehrsteilnehmer, nutzen Zebrastreifen auf dem Weg zur Schule, zum Spielplatz oder zum Einkaufen. Da solche Querungshilfen aber nicht über den ganzen Tag hoch frequentiert werden, lohnen sich signalisierte Überwege an diesen Stellen oft nicht. Viele Autofahrer aber nähern sich dann immer noch unachtsam den Überwegen. Zu oft werden dabei Zebrastreifen schlicht übersehen – vor allem bei schlechtem Wetter und in der dunklen Jahreszeit. Folge: Fast täglich kommt es zu gefährlichen Situationen.

„Wir haben uns aus diesem Grund Gedanken gemacht, wie man Zebrastreifen sichtbarer und damit sicher machen kann“, erklärt Heiko Panzer, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, das Anliegen. Dem Problem des Übersehens von Zebrastreifen und des Ignorierens von wartenden Nutzern soll sich nach dem Willen der rot-grünen Zählgemeinschaft nun die Verwaltung in Gestalt eines Feldversuchs stellen

In einem gemeinsamen Antrag im Stadtentwicklungsausschuss (17.01.) möchten die Kommunalpolitiker die in NRW und im Osnabrücker Umland häufig eingesetzten blau-weißen Reflektoren an den Zebrastreifen-Schildern testen. „Wenn sich die Wirksamkeit bestätigt“, so Grünen-Ratsherr Jens Meier, „kann der Feldversuch ausgeweitet werden.“

Blau-weiße Reflektoren kommen laut Panzer bereits in verschiedenen Städten und Gemeinden schon vermehrt zum Einsatz. In Osnabrück habe man bisher darauf verzichtet und auf eine zusätzliche dreieckige Markierung vor dem eigentlichen Streifenmuster gesetzt, wenn es um mehr Aufmerksamkeit ging. Doch nach Erfahrungen anderer Städte bieten die Reflektoren laut Panzer gerade bei Regen und in der Dunkelheit einen größeren Schutz, da sie von der Ferne aus sichtbarer seien.

Wie nun die Osnabrücker auf diese Schutzstreifen reagieren, soll – jeweils in Grundschulnähe – in einem Feldversuch an mehreren Standorten im Stadtgebiet ausprobiert werden. Nach einer Beobachtungsphase und einem Erfahrungsaustausch mit Nutzern in NRW und dem Umland soll die Wirksamkeit auch für Osnabrück belegbar sein. Sollten die Reflektoren ohne Wirkung bleiben, soll – so Meier – nach weiteren Möglichkeiten Ausschau gehalten werden.

„Vielleicht definieren wir auf diese Weise schon bald einen neuen Standard für Zebrastreifen in Osnabrück.“ erklärten Jens Meier (Grüne) und Heiko Panzer (SPD) gemeinsam. „Damit sich die kleinsten Verkehrsteilnehmer in Zukunft auf dem Schulweg noch sicherer fühlen können“, so die beiden verkehrspolitischen Sprecher abschließend.

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