„Bindeglied zwischen Alt- und Neustadt“ – Neumarkt: SPD-Fraktion begrüßt städtebauliche Weichenstellungen

„Alle Osnabrücker warten seit Jahrzehnten auf ein Ende des Stillstands am Neumarkt. Jetzt stehen wir endlich vor dem Durchbruch, und der Platz kann nach Jahrzehnten wieder das werden, was er einmal vor den Kriegszerstörungen war: ein Begegnungsraum für Menschen und das Bindeglied zwischen Alt- und Neustadt“, kommentierten der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Henning sowie der verkehrspolitische Sprecher Heiko Panzer die aktuelle Entwicklung.

Eher skeptisch sehen die SPD-Sprecher das Ansinnen, unter der Regie des Schuhgroßhändlers Hamm ein Einkaufscenter im Hase-Quartier zwischen Galeria-Kaufhof, Georgstraße und Großer Straße zu realisieren. „Dies ist für uns keine Alternative zum Center am Neumarkt. Ich frage mich nur: Wenn Kritiker Teile des bisherigen Einzelhandelsangebot in der Innenstadt schon durch das Arkaden-Center am Neumarkt gefährdet sehen, dann dürfte es doch mehr als fraglich sein“, so Panzer, „dass hier gleich zwei große Center in direkter Nachbarschaft nebeneinander existieren können. Unsere Priorität hat hier eindeutig die Aufwertung des Neue Grabens.“

Indem die B&L-Gruppe erfreulicherweise nun bereit stehe, um auf der Fläche vor dem Neumarkt-Carré ein Geschäftshaus zu errichten, habe dies Vorrang. Denn hier entstehe so etwas wie der „architektonische Brückenschlag“ zum Anschluss der Johannisstraße an die Haupteinkaufsstraße.

„Die offen gestalteten Neumarkt-Arkaden werden diesen Prozess dann vervollständigen und die Besucherströme über den Neumarkt zu locken wissen. Zugleich werden durch den Grundstücksverkauf zum ‚Baulos 2‘ Einnahmen erzielt, die zielgenau in den neuen Begegnungsraum vor dem Landgericht investiert werden können. Das neue ‚Hasehaus‘ an der Einmündung zum Kollegienwall wird diesen Prozess vollenden und – kombiniert mit einer attraktiven Flächen-Gestaltung – womöglich Außengastronomie am Neumarkt ermöglichen“, ist sich Henning sicher.

Die SPD-Sprecher gehen genauso wie die Firma mfi davon aus, dass bis Ende des Jahres der Bebauungsplan als Satzung beschlossen werden kann, um 2014 mit dem Bau zu beginnen. „All diese Maßnahmen haben wir in Gestalt einer breiten Regenbogenkoalition im Rat auf den Weg gebracht, der sich leider allein die CDU verweigert hat“, schlossen die Ratsmitglieder.

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