Attraktivitätssteigerung des Osnabrücker Jahrmarkts (SPD-Fraktion)

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob

1. der derzeitige Standort des Jahrmarktes an der Halle Gartlage – unter Berücksichtigung
der Eigentumsverhältnisse – aufgewertet werden und insbesondere die jeweiligen
Eingangsbereiche attraktiver gestaltet werden können.

2. alternativ andere – innenstadtnähere – Standorte für einen Jahrmarkt in ähnlichem
Umfang genutzt werden könnten. Es sollten hierzu auch Erfahrungen andere Jahrmärkte
wie bspw. der Allerheiligenkirmes in Soest und die Meinungen der OMT, Stadtwerke,
Einzelhändler und anderer Akteure einfließen.

Beratungsverlauf:

Herr Koentopp begründet den Antrag namens der SPD-Fraktion. Er verweist auf die
öffentliche Berichterstattung zur Situation des Jahrmarktes. Der Antrag der SPD-Fraktion
ziele darauf ab, diese zu verbessern. Er äußert Zustimmung zu den Ergänzungen, die durch
den schriftlich vorliegenden Änderungsantrag der CDU-Fraktion vorgenommen werden. Er
verweist als gelungenes Beispiel für einen innerstädtischen Jahrmarkt auf den
Allerheiligenmarkt in der Stadt Soest. Daher solle die Verwaltung gebeten werden zu
überprüfen, ob es innerstädtische Möglichkeiten für die Durchführung eines Jahrmarktes
gebe.
Da voraussichtlich die Suche nach einem neuen Standort und die Entwicklung neuer
Konzepte für den Jahrmarkt aber längere Zeit in Anspruch nehmen werden, müsse es
kurzfristig darum gehen, den derzeitigen Standort aufzuwerten. Daher spricht er sich
dagegen aus, die Ziffer 1 des Ursprungsantrages zu streichen.

Frau Schiller unterbreitet namens der CDU-Fraktion den folgenden Änderungsantrag:

„Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der OMT zu prüfen, ob

1. der derzeitige Standort des Jahrmarktes an der Halle Gartlage – unter Berücksichtigung
der Eigentumsverhältnisse – aufgewertet werden und insbesondere die jeweiligen
Eingangsbereiche attraktiver gestaltet werden können.

2. alternativ andere – ggf. innenstadtnähere – Standorte und Konzepte für einen
Jahrmarkt in ähnlichem Umfang genutzt werden könnten. Es sollten hierzu auch
Erfahrungen anderer Jahrmärkte wie beispielsweise die Allerheiligenkirmes in Soest und
die Meinungen der OMT, Stadtwerke, Einzelhändler und anderer Akteure wie
Schaustellerverband und Schausteller, weiter einfließen.

Die Ergebnisse sind dem Aufsichtsrat der OMT vorzustellen und zu diskutieren.“

Sie äußert sich befriedigt darüber, dass Herr Koentopp Zustimmung zum Änderungsantrag
der CDU-Fraktion signalisiert habe und äußert die Hoffnung, dass für die Konzipierung des
Herbstjahrmarktes bereits erste Ergebnisse in die Durchführung einfließen können.

Frau Brandes-Steggewentz erhebt namens der Fraktion Die Linke die Frage, wieweit sich
das Freizeitverhalten der Bürger verändert habe und regt an, ggf. hierzu Umfrage in anderen
Städten zu halten. Sie hinterfragt ferner, wieweit die Kosten für den Besuch des Jahrmarktes
in Anbetracht der Tatsache, dass jeder 10. Erwachsene und jedes 4. Kind in einer von Armut
betroffenen Familie lebt, erschwinglich seien.

Frau Sliwka stellt namens der FDP-Fraktion ebenfalls in Frage, ob in Anbetracht der großen
Zahl von Freizeitparks in erreichbarer Nähe um Osnabrück das Jahrmarktkonzept noch
trage. Sie spricht sich für die Annahme des CDU-Antrages aus und lehnt größere
Investitionen in den Standort Gartlage nachdrücklich ab.

Frau Strangmann spricht sich namens der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen dafür aus, die
Hauptakteure des Jahrmarktes wie aber auch die Besucherinnen und Besucher in die
Entwicklung neuer konzeptioneller Vorstellungen einzubinden.

Herr Jasper hebt hervor, dass der Schaustellerverband bereits in der Vergangenheit stets
bemüht gewesen sei, familiengerechte Angebote zu machen und verweist in diesem
Zusammenhang auf den Familientag sowie den kostenlosen Jahrmarktsbesuch für
Waisenkinder.

Herr Koentopp hebt die Bedeutung des Themas Jahrmarkt als regionalem Kulturgut hervor
und spricht sich dafür aus, den Beschluss im Konsens zu treffen. Er regt in diesem Sinne an,
die Abfolge der beiden Absätze des SPD-Antrages umzudrehen und ansonsten die
Änderungsvorstellungen des CDU-Antrages in die Beschlussfassung einzubeziehen.
Nach dem Willen der SPD-Fraktion sollte die Prüfung, wie Verbesserungen am Standort
stattfinden können, nicht vernachlässigt werden, wobei hierbei nicht von grundlegenden
Änderungen ausgegangen werde.

Sodann führt Herr Ratsvorsitzender Thöle die Abstimmung über den Ursprungsantrag der
SPD-Fraktion herbei, in dem die Abfolge der Absätze umgestellt wird und in den die
Änderungen des Antrages der CDU-Fraktion übernommen werden:

Abweichender Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der OMT zu prüfen, ob

1. alternativ andere – ggf. innenstadtnähere – Standorte und Konzepte für einen
Jahrmarkt in ähnlichem Umfang genutzt werden könnten. Es sollten hierzu auch
Erfahrungen anderer Jahrmärkte wie bspw. der Allerheiligenkirmes in Soest und die
Meinungen der OMT, Stadtwerke, Einzelhändler und anderer Akteure, wie
Schaustellerverband und Schausteller, einfließen.

2. der derzeitige Standort des Jahrmarktes an der Halle Gartlage – unter Berücksichtigung
der Eigentumsverhältnisse – aufgewertet und insbesondere die jeweiligen
Eingangsbereiche attraktiver gestaltet werden können.

Die Ergebnisse sind im Aufsichtsrat der OMT vorzustellen und zu diskutieren.

Abstimmungsergebnis:

Mehrheitlich gegen eine Stimme angenommen.

Fragen zu diesem Antrag

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