Sozialticket kommt Zählgemeinschaft einigt sich auf neues Angebot

Gute Nachricht für alle, für die der Kauf einer Bus-Fahrkarte bislang eine finanzielle Hürde darstellt: Die Ratsfraktionen von SPD und Bündnisgrünen haben nach Beratungen im Sozialausschuss und mit den Stadtwerken beschlossen, ein neues Sozialticket einzuführen, das Busfahren auch für Menschen mit schmalem Geldbeutel ermöglichen soll.

Bereits im Sommer 2011 hatte der Rat einstimmig die Einführung eines Sozialtickets für die Stadtbusse gefordert. Seither ist dessen Ausgestaltung immer wieder ein Thema verschiedener Gremien-Beratungen von Rat und Stadtwerken gewesen.

„Wir haben es nach langer Diskussion hinbekommen, viele unterschiedlichen Interessen und Meinungen zusammenzufassen und nun einen stimmigen Entwurf zu präsentieren. Denn wir wissen: Die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben setzt bei allen Menschen Mobilität voraus. Diese darf nicht weiter am Geld scheitern“, zeigten sich die sozialpolitischen Sprecherinnen ihrer Fraktionen, Christel Wachtel (SPD) und Anke Jacobsen (Grüne) überzeugt.

Im Einzelnen sollen für das neue Ticket die folgenden Kriterien gelten: Es würden jeweils 8-Fahrten-Karten ausgegeben. Anspruchsberechtigt sollen alle Menschen mit Osnabrück-Pass sein. Die Berechtigten könnten ermäßigte 8-Fahrten-Karten zum Preis von 9,60 EURO je Karte erwerben. Dieser Preis entspreche dem Preis einer Kinderfahrkarte je Fahrt von 1,20 EURO. Die Kosten für die Stadt dürften rund 110.000 Euro betragen.

„Da der reguläre Preis 15,40 EURO je Karte beträgt, ist dies für die Betroffenen immerhin eine Ermäßigung um ein gutes Drittel, verglichen mit dem Einzelticket sogar fast um die Hälfte“, freute sich Christel Wachtel. Weil das Projekt zunächst befristet für ein Jahr durchgeführt wird, sollte diese Zeit bewusst dazu genutzt werden, Erfahrungen damit zu sammeln. „Diese Möglichkeit eröffnet uns die Chance, die Leistung nach Ablauf des Erprobungsjahres noch zielgenauer auszugestalten, damit sich die Teilhabe an Kultur-, Freizeit- und Bildungsangeboten ohne unnötige soziale Schranken vollziehen kann“, erläuterte Anke Jacobsen.

Zuversichtlich zeigten sich die beiden Ratsfrauen, dass das neue Sozialticket den Osnabrücker Stadtwerken neue Kunden zuführt, die sich bislang das Busfahren nicht leisten konnten.

Fragen zu diesem Artikel

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel können Sie hier mit uns in Kontakt treten.
  • Damit wir Ihnen antworten können, benötigen wir Ihre E-Mail-Adresse.
  • Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anregungen und Fragen zum Artikel mit.
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.