Aktiv dem Bienensterben entgegen steuern – ROT-GRÜN für kommunalen Aktionsplan

Mit einem kommunalen Aktionsplan will die rot-grüne Zählgemeinschaft dem Bienensterben auch in der Region Osnabrück begegnen. „Damit sollen die Lebensbedingungen für die Bienen verbessert und die Öffentlichkeit über die Notwendigkeit von Biodiversität informiert werden“, erklären die Fraktionsvorsitzenden Frank Henning (SPD) und Michael Hagedorn (GRÜNE).

Die Leistung von Bienen sei verblüffend. Bienen produzierten nicht nur Honig, sondern bestäubten auch fast die Hälfte aller Pflanzen. „Ein Drittel unserer gesamten Nahrungsmittel hängt direkt von der Bestäubung durch Bienen ab“, betont Frank Henning. Das seien Gründe genug, dem durch die eingeschleppte Varroa-Milbe wie den generellen bienenfeindlichen Lebensbedingungen verursachten Bienensterben etwas entgegen zu setzen. „Ein wesentliches Element des Aktionsplans soll sein, dass öffentliche Grünflächen, Friedhöfe und Straßenränder mit für Bienen geeigneten Pflanzen und Sträuchern versehen werden“, fordert Michael Hagedorn. Die Mitarbeiter des Osnabrücker ServiceBetriebes, der für die Grünflächen zuständig ist, sollen entsprechend geschult werden. Über Medien und Veranstaltungen sollen die Bürger angeregt werden, selber die Lebensbedingungen der Bienen zu verbessern, etwa durch Aussähen und Pflege von geeigneten Pflanzenarten, in Gärten, auf Terrassen, Balkonen oder Baumscheiben. Geeignete städtische Grundstücke sollen mit Priorität an angehende Imker verpachtet werden. Schulen, Jugend- und Stadtteilzentren und Seniorenresidenzen sollen ermutigt werden, eigene Bienen zu halten. „Auf kommunaler Ebene sind die Probleme allein nicht in den Griff zu bekommen. Dennoch sind die Städte durch ihre Blütenvielfalt günstige Lebensräume für Bienen geworden und können aktiv dem Bienensterben entgegen steuern“, so die beiden Politiker abschließend.

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