„Schwarz-Gelb kann es nicht“ – Henning und Hus für gewerbliche Entwicklung des Güterbahnhofs

„Mit dem Erwerb des Ringlokschuppens, der Teilflächen für die Brückensanierung an der Hamburger Straße und dem Erwerb von Grundstücksflächen für den geplanten Tunneldurchstich zum sog. Terminal Ost an der Hamburger Straße, ist es der Ratsmehrheit von SPD und Grünen gelungen, die Weichen für die Zukunft in die richtige Richtung zu stellen“, betonen der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Henning und der Sprecher der SPD-Fraktion im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, Ulrich Hus.

Irritiert sind Henning und Hus deshalb über die jüngsten Pläne des FDP-Oberbürgermeisterkandidaten, Robert Seidler, der an diesem Standort einen „Ringlok-Freizeitpark mit Badesee“ errichten will. Sein Argument eines drohenden „Verkehrsinfarktes“ bei der Ansiedlung von Gewerbe und die nicht vorhandene Gegenfinanzierung seiner Idee lassen beide nur mit den Kopf schütteln. Mangels Investor sei es unklar, wer die Freizeitpläne Seidlers eigentlich finanzieren solle.

„Herrn Seidler ist offensichtlich unbekannt, dass die Verwaltung der Stadt Osnabrück bereits ein Verkehrskonzept entwickelt hat, welches u.a. eine Umgestaltung des Knotenpunktes „Hamburger Str./Frankenstr.“ vorsieht“, so Hus. Danach werde der Kreuzungsbereich leistungsfähiger gestaltet und der zusätzliche Verkehr über die Hannoversche Str. auf die A 33 abgeleitet. „Es bleibt das Geheimnis von Seidler, wieso die von der SPD favorisierte gewerbliche Entwicklung am Güterbahnhof zu einem „Verkehrsinfarkt“ führen soll. Der durch den „Seidlerschen“ Freizeitpark verursachte Mehrverkehr dürfte nach allen Erfahrungen größer sein, als der durch ein Gewerbegebiet entstehende“, ist sich Frank Henning sicher.

Interessant sei auch, dass der FDP-OB-Kandidat mit seinen Plänen in offensichtlichem Wiederspruch zur FDP-Ratsfraktion steht. Die FDP-Fraktion habe in der Vergangenheit stets den offensichtlichen Mangel an Gewerbeflächen in Osnabrück beklagt.

Leider habe es auch Wolfgang Griesert als ehemaliger Stadtbaurat versäumt, frühzeitig dafür zu sorgen, das Gelände in städtische Hände zu bekommen. Aufgabe eines Stadtbaurats sei es Stadtentwicklung zu betreiben. Deshalb hätte Griesert im Rahmen der Risikovorsorge dafür sorgen müssen, dass das Gelände durch Ausübung von Vorkaufsrechten oder durch Verhandlungen mit dem Eigentümer in städtische Hand kommt, betonen Henning und Hus abschließend. Die Versäumnisse Grieserts und die unrealistischen „Freizeitpläne“ Seidlers zeigen: „Schwarz-Gelb kann es nicht!“

Fragen zu diesem Artikel

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel können Sie hier mit uns in Kontakt treten.
  • Damit wir Ihnen antworten können, benötigen wir Ihre E-Mail-Adresse.
  • Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anregungen und Fragen zum Artikel mit.
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.