Wegbenennung zur Erinnerung an den Gesellenaufstand 1801

SPD-Fraktion unterstützt Initiative

Frank Henning„Die Bürgervereine ´Schinkel von 1912´und ´Schinkel-Ost´ setzen sich zu Recht für eine angemessene Erinnerungsmöglichkeit ein, die den Osnabrücker Gesellenaufstand von 1801 würdigt. Hierfür soll der historische Wegesabschnitt in der Gartlage, auf dem der Aufstand seinerzeit von hannoverschen Soldaten – mit mindestens 10 Todesopfern – blutig niedergeschlagen wurde, den Namen ´Gesellenweg´ tragen.

Die SPD-Fraktion unterstützt dieses Anliegen und wird in der nächsten Ratssitzung einen entsprechenden Antrag einbringen“, erläutern Frank Henning, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, und die örtlichen SPD-Vertreter Heidrun Achler, Roswitha Pieszek und Gero Peters. „Ein Streik der Schuhmachergesellen eskalierte und führte in Osnabrück zu einem Volksaufstand, der durch die Obrigkeit niedergeschlagen wurde“, erläuterte Henning.

Was in der offiziellen Osnabrücker Historie lange Zeit als eher alberner Streit um Kleidungsvorschriften dargestellt worden sei, sei in Wahrheit ein frühes Eintreten für Arbeitnehmerrechte und soziale Gerechtigkeit gewesen, legte der SPD-Sprecher dar. „Wachsende Unterschiede zwischen Arm und Reich, unverändert gezahlte Niedriglöhne, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, unsichere Altersversorgung und Behinderungen der gewerkschaftlichen Vertrauensarbeit in vielen Betrieben machen deutlich, wie wichtig das engagierte Auftreten von benachteiligten Menschen für ihre Interessen bis heute ist.

Allein das willkürliche Auftreten des Ameos-Managements gegen die eigenen Beschäftigten zeigt, dass für Arbeitnehmerrechte, wie in der Geschichte, auch heute noch viel getan werden muss“, erklärte Henning. Die damaligen Ereignisse sollten durch eine angemessene Beschilderung und die Installation einer Erklärungstafel vor Ort in Erinnerung bleiben.

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