„Hans – Calmeyer – Haus“ – Exkursion zur Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendler-Block Berlin, neue Dauerausstellung „Stille Helden“ / SPD-Fraktion

Beschluss:

Im Hinblick auf die vom Rat beschlossene Initiative „Entwicklung des Museumsquartiers – hier: neue Stadtgeschichte und Villa Schlikker (VO/2017/1598Ö)“ wird die Kulturverwaltung beauftragt, eine eintägige Exkursion zur Gedenkstätte „Stille Helden“ nach Berlin für politische Vertreter des Rates und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museumsquartiers zu organisieren.

 

Die Gedenkstätte ist ein Ort der Erinnerung, der politischen Bildungsarbeit, des aktiven Lernens, der Dokumentation und der Forschung. Sie stellt in ihrer jetzt erweiterten Dauerausstellung „Stille Helden“ eine beeindruckende Konzeption vor, die maßgebliche Anregungen in einem frühen Planungsstadium für ein „Hans-Calmeyer-Haus“ vermittelt.

 

Für die Vorbereitung soll Prof. Dr. Johannes Tuchel, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und Geschäftsführer der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand oder Frau Ute Stiepani, M.A., Stellvertretende Leiterin Historisch-politische Bildungsarbeit, Dauerausstellung, Sonderausstellungen, Internet, Neue Medien, Publikationen, Internationale Verbindungen zu einer persönlichen Führung und anschließenden Aussprache gewonnen werden.

Sachverhalt:

 

Die Ausstellung „Stille Helden“ erinnert an jene Menschen, die während der NS-Diktatur verfolgten Jüdinnen und Juden beistanden. Das Beispiel der vielfach als „stille Helden” bezeichneten Helferinnen und Helfer zeigt, dass es auch im nationalsozialistischen Deutschland und in den deutsch besetzten Gebieten Handlungsspielräume gab, Verfolgte zu unterstützen.

 

Stellt die Ausstellung bislang vorrangig Beispiele aus Berlin und Umgebung vor, so sind In einer Mediathek der Austtellung deutschlandweit Helfer und Opfer genannt, bei denen auch Hans Calmeyer für die Stadt Osnabrück zugeordnet wird. Die Dauerausstellung informiert über die Verfolgung und die Zwangslage der Jüdinnen und Juden angesichts der drohenden Deportationen, über den Entschluss Einzelner, sich durch Flucht in den Untergrund der tödlichen Bedrohung zu widersetzen, sowie über das Handeln und die Motive derjenigen, die ihnen halfen. Dabei werden nicht nur geglückte Rettungen, sondern auch gescheiterte Hilfsversuche dokumentiert.

 

Hieraus lassen sich für das angestrebte Hans-Calmeyer-Haus wichtige Entscheidungshilfen im Zuge der weiteren Beratungen ableiten.

Seit dem 14. Februar 2018 präsentiert dort die Gedenkstätte mit der Ausstellung „Stille Helden“ die erweiterte und grundlegend neugestaltete Dauerausstellung „Widerstand gegen die Judenverfolgung 1933 bis 1945“.

 

gez. Heiko Schlatermund

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