Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit durch langfristig orientierte Strategie (Fraktion DIE LINKE.) / Änderungsantrag der SPD-Fraktion zu Top 5.4

Beschluss:

Das Jobcenter Osnabrück wird beauftragt, ein Programm zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit zu entwickeln und der Trägerversammlung vorzulegen. Dieses Programm sollte dabei folgende Punkte beinhalten:

1) Vertrauen schaffen durch vorsichtigen Umgang  mit Sanktionen, da nicht jede Nichteinhaltung von Verabredungen böswillig ist.

 

2) Gemeinsam und auf Augenhöhe ein ganzheitliches Konzept zur Eingliederung entwickeln. Dabei an vorhandenen Qualifikationen und Neigungen anknüpfen. Fort-und Weiterbildungsangebote schaffen, die auch finanziell umfassend abgesichert sein müssen.

 

3) Gesundheitliche Probleme, Wohn- und Familiensituationen sind einzubeziehen. Kinderbetreuung ist dabei besonders wichtig.

 

4) Vermittlung ausschließlich in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, die unbefristet und existenzsichernd ist. Das versprochene Programm der sozialen Teilhabe der Bundesregierung zur Umsetzung nutzen, soweit dies möglich ist. Mit Eingliederungszuschüssen sind Beschäftigungsverhältnisse in Branchen zu fördern, in denen ganz dringend Personal gebraucht wird (wie z. B. in der Pflege, in der Kinderbetreuung).

 

5) Als Grundlage für dieses Konzept ist die Teamarbeit der Berater*innen, mit evtl. ergänzenden Qualifizierungen, wichtig. Der Einsatz von mehr Berater*innen und  somit die Senkung der Fallzahlen pro Mitarbeiter*innen ist unabdingbar.

 

Eine Grundlage des Programms sollen die ersten Erkenntnissee des Jobcenters sein, die sich aus dem SPD-Ratsantrag „Jobs für Langzeitarbeitslose“ aus Januar 2016 (VO/2015/6472) ergeben haben.

 

Aktuelle Bundes- und Landesprogramme sind mit einzubeziehen.

 

Die Ergebnisse sind in Trägerversammlung des Jobcenters vorzustellen.

 

Sachverhalt:

Die Begründung erfolgt mündlich.

 

gez. Frank Henning

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