Osnabrück aktiv für Artenschutz / Antrag der CDU-Fraktion / Änderungsantrag der SPD-Fraktion

Beschluss:

Der seit Jahren rückläufige Trend des Vorkommens vieler Wild-Insekten- und Vogelarten erfordert verstärkte Aktivitäten zur Förderung der Artenvielfalt auch in der Stadt Osnabrück.

Der Rat der Stadt Osnabrück möge deshalb beschließen:

Die Verwaltung wird darum aufgefordert, folgende Optionen zur Ausweitung der bisherigen Aktivitäten zu prüfen und im Betriebsausschuss Osnabrücker ServiceBetrieb und im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt vorzustellen:

1.Der Rat der Stadt Osnabrück begrüßt angesichts des starken Insektenrückgangs die Bemühungen der Verwaltung und des OSB, öffentliche Grünflächen im Interesse der Artenvielfalt zu entwickeln, sieht aber angesichts der vorhandenen 9 Mio. m² Grünflächen in der Stadt noch großes Potenzial zur Ausweitung dieser Aktivitäten.

2.Der Rat beauftragt deshalb die Verwaltung und den OSB prüfen die Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt bei der Anpflanzung und Pflege öffentlicher Flächen zu verstärken, die bisherigen Erkenntnisse aus dem Osnabrücker Bienenbündnis sind zu berücksichtigen. Dazu sind insbesondere die Friedhofserweiterungsflächen und geeignete freie Flächen auf den Friedhöfen zukünftig mit der Osnabrücker Wildblumenmischung einzusäen. Wo möglich soll durch die Anlage von Mulden und/oder Blänken ein Wasserangebot für Insekten und Vögel geschaffen werden. Weiterhin soll der OSB, wo möglich und sinnvoll, das Straßenbegleitgrün sowie Mittelinseln ebenfalls mit geeigneten Blühpflanzen bepflanzen und mit Blühmischungen einsäen.

3.Der Rat der Stadt Osnabrück beauftragt die Verwaltung, wWeitere Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt auf Ackerflächen, die sich vom Standort dazu eignen und im Eigentum der Stadt Osnabrück befinden, umzusetzen. Dazu sollen kann auf bis zu 3 ha mit geeigneten Blühmischungen eingesät werden. Diese Maßnahme soll könnte dauerhaft auf wechselnden Flächen im Rotationsverfahren erfolgen.

4.Der Rat der Stadt Osnabrück beauftragt die Verwaltung, gezielt Es ist zu prüfen, ob auch kleinere Flächen anzukaufen sind, die sich für die Entwicklung der Artenvielfalt eignen.

5.Der Rat beauftragt die Verwaltung, Es soll die Möglichkeit geprüft werden, in wie weit  Naturschutzinitiativen oder Privaten Grünflächen zur Anlage und Pflege von Blühflächen zu überlassen werden können. Voraussetzung dafür ist, dass die ordnungsgemäße Anlage und Pflege dieser Flächen gewährleistet wird.

6.Bei der Effizienzkontrolle von internen Kompensationsflächen soll kann eine Aufwertung dieser Flächen im Sinne des Insektenschutzes erfolgen.

7.Alle Bereiche der Stadt von den Schulen bis zu den Tochterunternehmen werden in diesem Sinne gebeten, einen Beitrag für die Artenvielfalt zu leisten und auf ihren Grünflächen, z.B. durch die Anlage von Wildblumeninseln, Lebens- und Rückzugsräume sowie Winterquartiere für Insekten zu schaffen.

8.Die Verwaltung wird beauftragt, ihre Anstrengungen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sind fortzusetzen und zu verstärken und alle Eigentümer oder Vertreter großer Grünflächen wie Universität, Hochschule, Wohnungsbaugesellschaften, Kleingartenvereine, Haus und Grund mit Informationen zur Anlage und zur Pflege von Flächen zur Förderung der Artenvielfalt zu versorgen und um Mithilfe zu bitten.

9.Förderprogramme von Bund und Land zur Förderung der Artenvielfalt sind zu nutzen. 

Sachverhalt:

Die Begründung erfolgt mündlich.

gez. Frank Henning

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