Kritik an Radwegeplanung trifft vor allem CDU selbst

SPD-Fraktion steht hinter der Kampagne „Osnabrück sattelt auf!“ 

Die Kritik von CDU Ratsmitglied Keite an der Kampagne „Osnabrück sattelt auf!“ und die Schlussfolgerungen aus der schlechten Benotung Osnabrücks beim Fahrradklimatest, bei dem Osnabrück nur mit der Note 4,2 abschließen konnte, zeigt erneut, wie wenig die CDU von Radverkehr versteht.

Seit 2013 hat die Stadt ihr Engagement für mehr und sichereren Radverkehr erhöht und flankierend eine Imagekampagne aufgelegt die die Probleme des Radverkehrs auf humorvolle Art in die breite Öffentlichkeit getragen hat. „So eine Werbekampagne kommt natürlich in erster Linie bei den Menschen an, die sich für Radfahren interessieren und offen dafür sind, dem Radverkehr einen höheren Stellenwert zu geben,“ erklärt Heiko Panzer Sprecher für Stadtentwicklung der SPD-Fraktion. „Das die CDU unaufhaltsam Kritik an der durch Stadtbaurat Griesert initiierte Kampagne übt, darf einen Fahrradinteressierten daher eigentlich nicht wundern!“

Insgesamt hat die Kampagne ca. 280.000 Euro über sechs Jahre verteilt gekostet, gut angelegtes Geld um zum Beispiel auf die Rücksichtnahme von schwächeren Verkehrsteilnehmern hinzuwirken aber auch um auf das Fehlverhalten von Radfahrern aufmerksam zu machen. Dabei trifft die von den Bürgern geäußerte Kritik im Radklimatest für Osnabrück vor allem die CDU selbst, da sie jeden Meter breiten Radweg hinterfragt, sofern dieser die Existenz eines Parkplatzes oder einer PKW-Fahrbahn bedroht. „In stundenlangen Debatten wird jeder einzelne Parkplatz diskutiert. An die Aufgabe von Fahrspuren zu Gunsten des Umweltverbundes ist mit den Konservativen kaum zu sprechen. Wie so auch nur ein 2,5 Meter breiter Fahrradweg rund um den Wall entstehen soll ist äußerst zweifelhaft.“ so Heiko Panzer zu der CDU Kritik.

Beim „Runden Tisch Radverkehr“, an dem die CDU nur selten teilnimmt, wurde der sichere Radweg am Wall, trotz seiner hohen Kosten von allen Teilnehmern ausdrücklich als Meilenstein gelobt. Die aktiven Radfahrer wünschen sich mehr Möglichkeiten, sicher vom MIV unbehelligt und mit Überholmöglichkeiten ausgestattete Radwege. Man muss bei der Radwegplanung heute besonders auf die unterschiedlichen Geschwindigkeiten durch die Nutzung von Elektromobilität und z.B. Lastenräder Rücksicht nehmen, dafür sind aber 80% der Radwege in Osnabrück nicht ausgelegt. „Es bleibt also viel Arbeit und viel Potential in den kommenden Jahren, konstruktiv an Verbesserungen im Radverkehr zu arbeiten,“ so Panzer für die SPD abschließend.

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