Energiewende für Privathaushalte ermöglichen – SPD-Fraktion

Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, in welcher Art und Weise eine Aufklärungskampagne für sogenannte „Balkon-Solaranlagen“ (Ein-Modul Kleinstanlage) zur Selbsteinspeisung initiiert werden kann.

Des Weiteren soll nach lokalen Fördermöglichkeiten in Anlehnung an das Begrünungsprogramm für die Stadt Osnabrück gesucht werden.

Die Ergebnisse sind dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt vorzustellen.

 

Sachverhalt

In der Vortragsreihe der Scientists for Future ist die SPD-Fraktion durch einen Fachbeitrag von Jochen Baumeister, Hochschule Osnabrück, auf das Thema ´Kleinstphotovoltaikanlagen´ aufmerksam geworden. Wir sehen dies als Möglichkeit an, sowohl im Bereich des Wohneigentums, als auch im Mietwohnsektor, durch kleine Einspeisemengen einen Betrag zur Energiewende zu leisten.

Mieter können beispielsweise ihre eigene Stromrechnung reduzieren, indem sie durch die Installation sogenannter „Balkon-Solar-Systeme“ die Standby-/Ladenetzteile und Dauerläufer-Verbraucher wie Kühlschränke, Telefonanlagen und Router versorgen. Je nach Wirkungsgrad können die Anschaffungskosten so innerhalb kurzer Laufzeiten innerhalb von 2 Jahren amortisiert werden.

Dies gelingt bei einer Förderung und Aufklärung der Mieter und Vermieter über diese Möglichkeit sicher in einem ähnlich erfolgreichen Umfang wie das Begrünungsprogramm, dass nach kurzer Laufzeit ausgebucht war.

Die Vermieter sollen bei der Aufklärung berücksichtigt werden, da die Installation technisch simpel und nach Prüfung des zu Nutzenden Stromkreises ohne große Montage- und Umbau möglich ist, es aber gegenläufige Informationen der Wirtschaftslobby gibt, die Vermieter verunsichern könnten.

Wie funktioniert die Ein-Modul-Anlage?

Das Balkon-Solar-System ist eine kompakte Photovoltaikanlage. Sie besteht aus Solarmodulen sowie einem Modulwechselrichter zur Einspeisung in das eigene elektrische Hausversorgungsnetz. Idealerweise wird der Modulwechselrichter außen direkt an der Unterkonstruktion des Solarmodules befestigt. Das Modul wird über Standardstecker mit dem Modulwechselrichter verbunden. Dann wird das 230V-Ausgangskabel des Wechselrichters mit einer beliebigen Haussteckdose verbunden. Fertig. Der Unterschied zu einer großen Photovoltaikanlage, wie man sie bislang kennt, besteht darin, dass der produzierte Strom nicht zu einem hohen Preis an den Netzbetreiber verkauft, sondern direkt ins eigene elektrische Verbrauchernetz eingespeist wird. Dies reduziert die Stromkosten sofort, da die selbst erzeugte Strommenge nicht vom Stromversorger gekauft werden muss.

Der Betrieb von kompakten Photovoltaikanlagen ist sinnvoll, weil sie einen Teil des benötigten Haushaltsstroms produzieren und die Gesamtausgaben für Strom somit erheblich senken können. Zusätzlich wird genau dieser Anteil nicht umweltschädlich von Kohle- /Gas oder Atomkraftwerken abgenommen.

Quellen:

www.solarmodul-Steckdose.de

 

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/erneuerbare-energien/steckersolar-solarstrom-vom-balkon-direkt-in-die-steckdose-8189

 

https://www.vde.com/de/fnn/arbeitsgebiete/tar/tar-niederspannung/erzeugungsanlagen-steckdose

 

gez. Frank Henning