Nicht nur Schülerverkehr entzerren!

Bild: SPD-Ratsfraktion Osnabrück

Mobilitätskonzept der SPD sieht umfangreiche Flexibilisierung des Berufs- und Schülerverkehrs vor 

Die SPD steigt in die Debatte um die Verlegung des Schulbeginns ein und fordert ein Umdenken auch bei Arbeitgebern und Berufstätigen.

„Aus verkehrspolitischer Gesamtbetrachtung macht es aus unserer Sicht auch Sinn, für die Verwaltung, Behörden und Institutionen mit Publikumsverkehrs eine Entzerrung der Öffnungszeiten und Arbeitszeiten vorzusehen und so die Auslastung der Hauptverkehrsachsen und des ÖPNV nicht nur in Corona-Zeiten zu reduzieren. Dies reduziert die Lärm- und Schadstoffbelastung der Anwohner der Hauptverkehrsachsen, entlastet den ÖPNV genauso wie den Schülerbusverkehr und macht den ÖPNV insgesamt attraktiver, schneller und kostengünstiger“, erklären Frank Henning, Vorsitzender der Osnabrücker Rats-SPD, und Heiko Panzer, SPD-Sprecher für Verkehrspolitik.

Im Mobilitätskonzept der SPD heißt es im Kapitel Flexibilität:

Innerbetriebliche Mobilitätskonzepte, wie u.a. die Förderung von Fahrgemeinschaften,

Bereitstellung von E-Mobilität, Nutzung von Carsharing und die Flexibilisierung der

Arbeitszeiten, tragen zukünftig zur Entzerrung der Spitzenlastzeiten bei. Schulen, Universitäten und die Verwaltungen tragen ebenfalls durch Flexibilisierung der Arbeits- und Geschäftszeiten und der Verlegung des Schulbeginns positiv hierzu bei und entlasten so auch den Schülerverkehr im ÖPNV, der hierdurch deutlich attraktiver gestaltet werden kann.

„Betrachtet man unsere Hauptverkehrsachsen außerhalb der Spitzenlastzeit, stellt man eine irre Platzverschwendung fest. Eigentlich haben wir genügend Raum für 2,5 Meter breite Radfahrwege. Nur in der Rushhour halt nicht, da wo sie am dringendsten wären,“ beschreibt Heiko Panzer die Situation heute.

„Wenn es gelingen würde die Verkehrsströme zu entzerren, würden wir viele Probleme auf einmal lösen: Mehr Platz für sicheren Radverkehr, mehr Platz für schnellere Busse und eine Verflüssigung des MIV. Eine Win-Win-Situation für alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner,“ ergänzt Frank Henning abschließend.

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