SPD: Osnabrück muss weiter Tempo machen beim Wohnungsbau

Bild: SPD-Ratsfraktion Osnabrück

„Es spielen sich dramatische Szenen ab!“

Die SPD-Ratsfraktion will den jahrelangen Nachholbedarf bei der Schaffung von bezahlbarem Mietwohnraum mit Nachdruck ausgleichen. „Dem Geschosswohnungsbau muss endlich Vorrang eingeräumt werden, denn es spielen sich auf dem Osnabrücker Mietwohnungsmarkt im Verborgenen dramatische Szenen ab!“ so Susanne Hambürger dos Reis, Fraktionsvorsitzende der SPD.

„Der Osnabrücker Mietwohnungsmarkt ist geradezu leergefegt, es fehlt vor allem an Wohnraum für Familien mit Kindern. Bisher sind auch nur wenige Wohngebäude entstanden, die auch Wohnflächen für Familien mit mehreren Kindern attraktiven Lebensraum bieten“, so der designierte Oberbürgermeisterkandidat Frank Henning. „Im Wohnraumversorgungskonzept ist nachzulesen, dass der Bestand an großen Wohnungen, das heißt von 100 – 119 Quadratmeter bei 10,8% liegt. Es fehlen aber auch Mietwohnungen in unterschiedlichsten Größen. Jedes Jahr gehen uns bis zu 100 Wohnungen mit Belegungsbindung verloren. Wir müssen deutlich besser und schneller werden, erläutert die Aufsichtsratsvorsitzende der WIO (Wohnen in Osnabrück)“, Susanne Hambürger dos Reis.

Die Corona-Pandemie hat die Situation hier noch einmal verschlechtert. Alleinerziehende und Frauen in extremen Notlagen haben am Mietwohnungsmarkt kaum eine Chance. Die Frauenberatungsstelle hat in der Zeit der häuslichen Zurückgezogenheit ihre Beratungsleistungen vervielfacht, alles weist darauf hin, dass auch hier ein großer Wohnungsmangel vorliegt und sich die Probleme täglich vergrößern.

„Die Wichtigkeit von natürlichen Rückzugsorten und den Erhalt der Grünen Finger, die einen großen Wert für die Stadtökologie haben, steht beim Wohnungsbau selbstverständlich weiter im Zentrum aller Überlegungen. Die Diskussion um die natürlichen Schutzgüter geben wir seit langem einen großen Raum bei der Flächenausweisung!“ betont Heiko Panzer, Umwelt- und Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

„Wir haben aktuell so viel Druck auf dem umkämpften Markt im Geschosswohnungsbau, dass wir uns ein Verweilen im Status quo nicht länger erlauben können!“ so Heiko Panzer weiter. „Die Genehmigungsverfahren dauern 1 bis 2 Jahre, genug Zeit die benötigten Flächen zu begutachten, zu bewerten und mit den Bürgern in den Dialog zu gehen. Wir schaffen wertvollen Wohnraum für Menschen im Einklang mit den Umweltbedürfnissen, ohne die Kaltluftzufuhr abzuschneiden und den Artenschutz zu vernachlässigen!“ erklärt der Umweltpolitiker.

„Unser Ratsantrag zum nachhaltigen Bauen, muss kurzfristig im Stadtentwicklungsausschuss beraten werden, die Gebäudeform und Ausrichtung sowie die verwendeten Rohstoffe sind entscheidende Faktoren für den CO2-Verbrauch. Die mikroklimatischen Umwelteinflüsse von Wohngebäuden, stellen wir uns als einen Innovationsschub im Bausektor vor!“ so die SPD-Kommunalpolitiker abschließend.

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