Osnabrück gemeinsam zukunftsfest machen – Grüne und SPD kündigen weitere Verhandlungen an

Nach den Stadtratswahlen und der Entscheidung über die Oberbürgermeister-Nachfolge in Osnabrück haben sich am Mittwoch die Spitzen von Grünen und SPD zu ersten Verhandlungen getroffen. Ziel war es, gemeinsame Schnittmengen zu identifizieren und Kompromisse in möglichen Konfliktfeldern auszuloten. „Wir wollen klären, ob und wie eine dauerhafte Zusammenarbeit und Mehrheitsbildung im neuen Rat aussehen kann. Die ersten Gespräche dazu waren gut und konstruktiv“, erklären die Verhandlungsführer der beiden Parteien, Jurek Milde und Kerstin Lampert-Hodgson.

Die Wählerinnen und Wähler hätten am 12. September ein deutliches Votum für einen stadtpolitischen Aufbruch abgegeben. „Osnabrück muss zukunftsfest werden und die wichtigsten Projekte, wie die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, der Schutz der Grünen Finger, die Einleitung der Mobilitätswende und die Innenstadtentwicklung, müssen angegangen werden. Zugleich gilt es, deutlich mehr für den sozialen Zusammenhalt und den Klimaschutz zu tun. Das sind große Herausforderungen, denen wir uns verantwortlich stellen wollen”, erklären die Fraktionsvorsitzenden Susanne Hambürger dos Reis und Volker Bajus. 

Beide Seiten waren sich einig, die zentralen Zukunftsthemen in den nächsten Tagen in Facharbeitsgruppen zu vertiefen und dann zu weiteren Gesprächen zusammenzukommen. 

Gleichzeitig suchen beide Fraktionen weiter den Austausch mit der zukünftigen Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und den anderen demokratischen Parteien. Erste Gespräche seien positiv gewesen. „Das ist auch richtig so. Schließlich brauchen wir uns gegenseitig: Rat und Verwaltung, die konstruktiv zusammenarbeiten”, so Bajus und Hambürger dos Reis abschließend.