Ein Signal der Hoffnung und des Neustarts trotz Corona

Bild: SPD-Ratsfraktion Osnabrück

GRÜNE/SPD/Volt für einen „Sommer des Miteinanders“

Die Mehrheitsgruppe von GRÜNEN, SPD und Volt im Osnabrücker Stadtrat schlägt für die kommende Ratssitzung am Dienstag (8. Februar) die Initiierung eines „Sommer des Miteinanders“ vor. Ziel sei es, Aktivitäten wie Stadteil- und Straßenfeste oder andere Formen der nachbarschaftlichen und mitmenschlichen Zusammenkünfte, die durch Corona zum Erliegen gekommen seien, in diesem Sommer zu reaktivieren und das bürgerschaftliche Engagement wieder zu stärken. Zwar habe Corona die Stadt gegenwärtig noch fest im Griff, doch gebe es begründeten Anlass zur Hoffnung auf eine weitgehende Öffnung im Sommer oder sogar auf eine Endphase der Pandemie.

„Nach zwei Jahren Corona sehnen sich viele wieder nach mehr Begegnung und gemeinsamen Erlebnissen. Mit den Kontakt-Einschränkungen ist zwangsläufig auch das bürgerschaftliche Engagement in Vereinen, Nachbarschaften und Initiativen zurückgegangen. Diesen Trend wollen wir wieder drehen und das Engagement, die Ideen und die Tatkraft der Osnabrücker:innen mobilisieren. Dafür schlagen wir stadtweite Aktionswochen im Sommer vor, die je nach Pandemielage am Mittsommertag am 25. Juni starten könnten, und rufen die Bürger:innen auf, Ideen zu entwickeln und aktiv zu werden“, erklären die Fraktionsvorsitzenden Volker Bajus (GRÜNE) und Susanne Hambürger dos Reis (SPD).

Die Stadt solle dabei als Möglichmacherin auftreten und niedrigschwellige Unterstützung anbieten. Dies gelte sowohl für die Koordination als auch beispielsweise für vereinfachte Anmeldeverfahren, den Verzicht auf Gebühren oder die Bereitstellung von Materialien. „Die eigentlichen Ideen und deren Umsetzung erfolgen durch die Menschen vor Ort. Mit vergleichsweise geringem Aufwand ermöglichen wir damit Begegnung statt Einsamkeit, eine Stärkung der Quartiere und schaffen Räume für Ideen und Initiativen“, so Bajus.

Als denkbare Ideen schlagen GRÜNE, SPD und Volt neben Straßen- und Quartiersfesten auch Kunst- und Kulturaktionen, Sportfeste sowie einen „Markt der Möglichkeiten“ in der Innenstadt vor, auf dem sich unterschiedliche Initiativen, Vereine und Gruppen vorstellen können. „Uns ist insbesondere auch die soziale Dimension unseres Vorschlags wichtig. Menschen sollen Menschen treffen und es soll gerade auch den Menschen Raum gegeben werden, denen es in den letzten Jahren schlecht ergangen ist. Deshalb nehmen wir auch Initiativen, die Hilfe zur Selbsthilfe leisten und die sich an sozial schlechter gestellte Bürger:innen richten, fest in den Blick“, erläutert Hambürger dos Reis.

Finanziert werden sollen die Aktionen aus bestehenden Corona-Sonderprogrammen und Fördertöpfen. Darüber hinaus sollen weitere Möglichkeiten geprüft und Sponsor:innen und Unterstützer:innen aus der Stadtgesellschaft angesprochen werden. Im Falle von Mehrbedarfen stünde ein städtisches Budget von 100.000 Euro zur Verfügung, das allerdings nicht ausgeschöpft werden müsse.

Mit dem umfassenden Vorstoß, der neben weiteren Impulsen wie eines „Osnabrück-Fonds“ zur Unterstützung gemeinwohlorientierter Projektideen oder eines jährlichen „Tags der Nachbarn“ auch das Nachholen des in diesem Jahr erstmals ausgefallenen „Handgiftentages“ vor der Sommerpause anregt, wolle man ein ausdrückliches „Signal der Hoffnung und des Neustarts trotz Corona“ senden. „Wir hoffen sehr, dass Rat und Verwaltung unseren Vorschlag mittragen“, so Hambürger dos Reis und Bajus abschließend.

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