9-Euro-Ticket kann für Belebung des ÖPNV sorgen

Bild: SPD-Ratsfraktion Osnabrück

GRÜNE/SPD/Volt sehen Chance für Beschleunigung der Mobilitätswende

Zur Entlastung der Bürger:innen von hohen Energie- und Treibstoffkosten für den ÖPNV hat die Bundesregierung ein dreimonatiges 9-Euro-Ticket beschlossen. Losgehen soll es am 1. Juni. Das Ticket gilt deutschlandweit im Nah- und Regionalverkehr. Inbegriffen sind Linienbusse, Straßenbahnen, U- und S-Bahnen sowie Regionalzüge. Die Mehrheitsgruppe von GRÜNEN, SPD und Volt begrüßt die Entscheidung und hofft auf dem Weg der Umsetzung auf eine schnelle Einigung zwischen Bund und Ländern etwa bei der Finanzierung.

„Das Ticket kann für eine Belebung des Nahverkehrs in der Stadt und Region Osnabrück sorgen und damit der von uns angestrebten Mobilitätswende einen enormen Schub geben. Ganz konkret werden zum einen die Stammkund:innen, also die Abonnent:innen der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS), in den drei Monaten unkompliziert entlastet. Sie müssen nichts weiter unternehmen, denn eine Verrechnung mit ihrem normalen Abopreis erfolgt automatisch. Zum anderen sehen wir die Möglichkeit, dass dieses Ticket einen Beitrag zur Gewinnung von Neukund:innen leisten kann, die dadurch die Vorzüge unseres ÖPNVs kennen- und schätzen lernen. Dies gilt übrigens auch für die vielen Osnabrücker:innen, die das Umland und die Region ohne Auto erkunden möchten“, erklären der verkehrspolitische Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion, Michael Kopatz, und Heiko Panzer, mobilitätspolitischer Sprecher der Rats-SPD.

Die Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen habe dazu geführt, dass sich die Bürger:innen vom öffentlichen Nahverkehr teilweise abgewandt hätten. „Einige sind sicherlich auf das Rad umgestiegen, viele nutzen jedoch auch wieder verstärkt den privaten PKW, um in die Stadt zu fahren bzw. innerhalb Osnabrücks von A nach B zu kommen. Dies führt zu einer Erhöhung des Individualverkehrs und in der Folge zu überlasteten Straßen. Diese ehemaligen Kund:innen wiederzugewinnen und zugleich ein attraktives Angebot vor allem für die Pendler:innen zu schaffen, darin kann der Mehrwert des 9 Euro-Tickets liegen“, führen die beiden Sprecher weiter aus.

Für das Stadtgebiet erhofft sich die Gruppe eine Steigerung der Busnutzung. „Die Menschen in ihrem Alltag wieder für den Bus zu gewinnen und damit für eine höhere Auslastung unseres Busnetzes zu sorgen und zugleich die unter den hohen Energiekosten leidenden Haushalte zu entlasten, ist eine wirklich gute Sache. Voraussetzung für eine Steigerung der Fahrgastzahlen ist aber aus unserer Sicht auch ein guter und schneller ÖPNV mit kurzen Taktzahlen, Busvorrang im Straßenverkehr und attraktiven Verbindungen ins Umland. Hier sind VOS und Kommunen gefordert, das Angebot weiterhin so attraktiv wie möglich zu gestalten und die Chance zu nutzen, aus den 9-Euro-Kund:innen wieder Abokund:innen zu generieren“, so Kopatz und Panzer abschließend.

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